Dachgaube: Fledermausgaube im Spreewald – Bau, Biberschwanzdeckung & Kupferrinnen
Im Spreewald wurde eine handwerklich anspruchsvolle Fledermausgaube mit Biberschwanzdeckung und Kupferrinnen gebaut.

Bau der Fledermausgaube
Eine Fledermausgaube („Ochsenauge“) ist eine rein geschwungene Gaube ohne seitliche Wangen. Sie geht weich aus der Dachfläche heraus und wieder zurück. Der Bau ist handwerklich anspruchsvoll, weil Holzbau, Statik und Deckung absolut sauber ineinandergreifen müssen.
Arbeitsschritte beim Gaubenbau umfassen Aufmaß & Planung, Öffnen der Dachfläche, Einbau des gebogenen Tragrahmens, Einbindung in die Sparrenlage, Rundlattung / gebogene Konter- und Traglattung, sowie Unterdach & Abdichtung.
Biberschwanzdeckung auf der Rundform
Die Biberschwanzdeckung ist ideal für runde und geschwungene Dachformen. Ein Biber lässt sich eng legen, in verschiedenen Gebinden und mit engeren Fugen – perfekt für Fledermausgauben.
Bei der Biberschwanzdeckung werden Decklinien angerissen, die erste Reihe im Übergang zur Hauptfläche montiert, die Rundung eingedeckt mit teilweise geschliffenen oder gestockten Ziegeln, und der Firstpunkt harmonisch gestaltet.
Kupferrinnen als langlebige Ergänzung
Kupferrinnen sind im traditionellen Dachbau beliebt – besonders bei hochwertigen, langlebigen Dächern. Kupfer hält 50–100 Jahre, ist korrosionsbeständig, weich zu verarbeiten und passt ästhetisch hervorragend zu roten Biberschwanzziegeln mit ihrer charakteristischen grün-braunen Patina.
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